28. Mai 2022

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Die Vielfalt der Eifel erleben!

Unter diesem Motto stand die Wanderung, zu der sich eine kleine Gruppe des Eifelverein Remagen bei bestem Wetter auf den 16 km langen Weg von  Andernach nach Burgbrohl machte.

Die Strecke führte zum  Hochkreuz auf dem Krahnenberg und weiter zum Nastberg und den Mennonitenfriedhof bei Eich und von dort über die Hochebene nach Kell. Dann ging es hinab ins Tal des Tönissteiner Bachs vorbei an den Resten des Klosters St. Antoniusstein nach Bad Tönisstein und mit der letzten Etappe nach Burgbrohl, von wo es mit dem Vulkanexpress und der Bahn zurück nach Remagen ging.

Höhepunkt der Wanderung  war der 317 m hohe Nastberg, ein Vulkan  mit beeindruckenden Schweißschlacken-Wänden und einer grandiosen Sicht vom Gipfel über das Neuwieder Becken, das Maifeld , die Pellenz und die Laacher Berge. Aber ebenso erfreuten sich die Wanderer an den weiten Sichten und der Blumenvielfalt auf dem Weg über die Keller Hochebene. Erkannt wurde auch der im Tal liegende Krayer Hof, eine mittelalterliche Burganlage, auf der sich der Dichter Guillaume Apollinaire als Hauslehrer 1901/1902 aufhielt. In Kell wurde das in der dortigen Kirche befindliche wundersame Gnadenbild einer schmerzhaften Muttergottes besichtigt, das aus dem ehemaligen nahe liegenden Kloster St. Antoniusstein stammt. Als nächstes wurde Bad Tönisstein mit seinen Mineralquellen erreicht, die schon die Römer und später die Kurfürsten von Köln geschätzt haben. Zum Ende des 2. Weltkriegs leitete Generalfeldmarschall Model von der sich dort befindlichen Kommandozentrale die Ardennenoffensive. Sofort nach Kriegsende wurde dort als Hauptquartier der linksrheinischen amerikanischen Streitkräfte eingerichtet und mit dem Aufbau einer Zivilverwaltung begonnen, die letztendlich auch zur Gründung des Bundeslandes „Rheinland-Pfalz“ geführt hat.

Mit den vielfältig  erfahrenen Eindrücken der landschaftlichen, geologischen und geschichtlichen Gegebenheiten endete ein guter Tag in der Eifel.

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Fotos: Auf dem Nastberg und Mohnblumen am Wegesrand