30. Oktober 2021

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Eine herbstzeitliche Wanderung

Vom goldenen Oktober leider keine Spur, das musste die Gruppe des Eifelvereins Remagen feststellen, als sie sich auf den Weg  nach Ramersbach  zu  einer Wanderung durch die herbstliche Natur hinab nach Bad Neuenahr machte.

Mit leichtem Nieselregen aus einem Wolken bedeckten Himmel zeigte der Herbst , dass die goldenen Oktobertage Tage vorbei sind. Trotz des diesigen Wetters bot sich von der Ramersbacher Höhe jedoch  eine phantastische Aussicht zu den Höhen des Westerwalds und zum Siebengebirge. Durch weite, sanft geschwungene  Wiesen und  vorbei an der Florians-Hütte  ging der Weg  dann immer abwärts hinein in einen Buchenwald mit dem herbstlichen Farbspiel der Laubverfärbung.  Beim Rascheln des Laubs und dem durch den Wind erzeugten  Blätterregen erinnerten sich viele Teilnehmer an die damit in ihrer Kindheit verbundene Freude.  

An der 1948 errichteten Lourdes-Kapelle wurde eine verdiente Rast eingelegt. Sie  beeindruckt durch eine im Halbdunkel strahlende  Marienstatue und den die Wände bedeckenden Votivtafeln zum Dank für  von Maria erfahrene Hilfe.

Von dort ging es weiter leicht aufsteigend entlang am Hang der Fürstenberg Höhe und dann hinab vorbei am Klettergarten zur Paradieswiese.  Kurz danach wurde der Ortsrand von Bad Neuenahr erreicht, wo  sich in krasser Deutlichkeit die Zerstörungen  der Flutkatastrophe  zeigen.  

Nach kurzer Einkehr in einem provisorisch betriebenen Kaffee im verwüsteten Kurpark ging es auf einer Behelfsbrücke über die Ahr  durch  eine wie im Koma liegende, graue, trostlos und bedrückend wirkende Innenstadt  zum Bahnhof und zurück nach Remagen.

Bilder: Vor der Lourdes-Kapelle und der bunte Herbstwald

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