09. Okt.2021

Ein herrlicher Wald, wo früher Kohle abgebaut wurde.

Nur wenige Schritte sind es vom Bahnhof Brühl zum prächtigen Schloss Augustusburg. Es zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten des Rheinlandes. Schweren Herzens mussten die Eifelfreunde aus Remagen aus Zeitnot auf eine Besichtigung des Schlosses verzichten. Aber auch der phantastisch angelegte Barockgarten in seinem herbstlichen Blumenschmuck ist atemberaubend schön. Leider hat aber auch hier in den berühmten Buchsbaumornamenten der Buchsbaumzünsler schrecklich gewütet.

Roddergrube, Liblar, Donatus, Berggeist - diese Namen kennt in Brühl jeder. Denn das waren jahrzehntelang die Hauptarbeitgeber des Ortes, dort wurde Braunkohle im Tagebau abgebaut. Heute sind die Abbaufelder längst rekultiviert und an ihrer Stelle stehen jetzt Wälder aus hohen Laubbäumen. Auch zahlreiche Seen sind dort zu einer höchst reizvollen Landschaft entstanden. Die Wanderwege wurden bewusst nicht rechtwinklig angelegt, sondern sie schmiegen sich den sanften Hängen an. Trotz reicher Beschilderung können unaufmerksame Wanderer in dieser ausgedehnten Waldlandschaft den Überblick verlieren. Umso reizvoller war es für die Eifelfreunde dann durch einen wahren Dschungelpfad voller Dornen zurück auf den rechten Weg zu finden.  Manche der Seen sind weitgehend bedeckt mit Seerosenblättern, Monet hätte seine wahre Freude daran. Ober-, Mittel- und Untersee bilden eine Seenkette in der Ville, wie die dortige Gegend genannt wird. Sie sind verbunden durch einen künstlichen Wasserfall, über dessen viele Stufen das Wasser rauscht.

Enten im bunten Federkleid und Kormorane ließen sich aus der Nähe bewundern, ja sogar ein stolzer Graureiher begrüßte die Wanderer von seiner hohen Warte.

Waren es 16 km oder doch etwas mehr? In ebenem Gelände auf gut gepflegten, abwechslungsreichen  Wanderwegen strengt das Wandern so wenig an, dass sich die tatsächlich zurück gelegte Strecke schwer abschätzen lässt. Nach einer kurzen Einkehr am Brühler Marktplatz ging es erneut am Schloss Augustusburg vorbei zum Bahnhof. Am Schloss bot sich ein an jedem Wochenende dort typisches Bild. Brautpaare standen Schlange, um sich vor dem Schloss photographieren zu  lassen. Schließlich kommt das teure Hochzeitskleid nirgends so gut zur Geltung wie vor dieser Schlosskulisse.

Foto: Im Park von Schloss Augustusburg