20. Januar 2019

2019 01 20

Eifelverein Remagen wärmte sich am Bollerofen

Wenn es andernorts nur kalt ist, dann herrscht auf den Höhen um Antweiler an der oberen Ahr klirrender Frost. Trotzdem ließen es sich die Eifelfreunde aus Remagen auch diesmal nicht nehmen, am Winterwandertag des Eifelvereins in Antweiler teilzunehmen. Die große Entfernung erforderte zwar einen Start der Fahrgemeinschaften in früher Morgenstunde, aber ein Blick zum Himmel versprach einen fast wolkenlosen Wintertag in klarer Luft und mit viel Sonnenschein. Der gewählte Wanderweg führte durch schönen Hochwald und dann durch eine prächtige Buchenallee ein gutes Stück hinauf zum Aremberg. Einst war dies die repräsentative Auffahrt zum glanzvollen herzoglichen Schloss, von dem heute nur noch wenige Trümmer Zeugnis ablegen. Leider sind nun nach gut 300 Jahren viele der gewaltigen Alleebäume morsch und krank. Sie müssen aus Sicherheitsgründen durch Neupflanzungen ersetzt werden, wie das Forstamt Adenau mit großem Bedauern feststellte.

In der kleinen, nur 72 Einwohner zählenden Gemeinde Eichenbach wurde das 1840 geborene, in der ganzen Eifel seinerzeit berühmte Original "Bläke Fritz" gewürdigt und einige der um diesen Klempner kreisenden Anekdoten vor seinem damaligen Wohnhaus zum besten gegeben. So stand auf einem Zettel einmal an seiner Tür "Bläke Fritz ist ausgezogen", als sich der Gerichtsvollzieher vergeblich bemühte, ihm eine Ladung zuzustellen. Er war keineswegs verzogen, sondern hatte sich nur ins Bett gelegt und war dort natürlich "ausgezogen".

Zurück in der urigen, selbstgebauten Hütte des Eifelvereins Antweiler war für das leibliche Wohl aller 128 Wanderer an diesem Tag bestens gesorgt. Das Schönste aber war die Wärme, die ein Bollerofen mitten im Raum verströmte. Dem Schornsteinfeger ist er ein Dorn im Auge. Hoffentlich bleibt der Ofen erhalten, es wäre sonst jammerschade um ihn.

Foto: Eifelverein Remagen beim Aufwärmen am Bollerofen