29. September 2018

 

2018 09 29

 

Eine Bank zum Dank

Hunderte schöne Wanderungen seitdem, etliche tausend Kilometer, vor genau 10 Jahren wurde der Remagener Eifelverein wieder zu einer selbständigen Ortsgruppe - wenn das kein Grund zum Feiern ist! So war denn auch im Wanderplan von vornherein eine Jubiläumswanderung vorgesehen und zwar auf genau derselben Strecke wie 2008, nämlich von Remagen nach Oberwinter. Heute ist dies ein Stück des Rheinburgenweges, den es damals noch nicht gab.

Wie vor 10 Jahren besuchten die Remagener Eifelfreunde zu Beginn der Wanderung zuerst die einzigartige Apollinariskirche mit ihren bedeutenden Fresken. Dann ging es steil bergauf, um schon bald einen traumhaften Blick zurück auf die neugotische Kirche und die im Morgennebel noch verschleierte Stadt werfen zu können.

Unwilliges Grunzen begrüßte die Wanderer im Calmuthtal. Dort tummeln sich jetzt hinter sicherem Zaun Wildschweine in einem Gehege. Immer wieder bogen sich am Weg Apfelbäume unter ihrer überreifen Last, die offenbar niemand erntete. Da wurde Mundraub zur Pflicht.

Über Unkelbach und Bandorf war schnell die Rheinhöhe von Oberwinter erreicht, wo auf der Terrasse des Vorsitzenden Wolfhart von Stackelberg alles für eine fröhliche Einkehr vorbereitet war. Mit dem Traumblick auf Rhein, Siebengebirge und Westerwald, alles unter tiefblauem, wolkenlosen Himmel, ließen es sich die Wanderer wohl ergehen. Renate Herzog, Vorsitzende der benachbarten Sinziger Ortsgruppe des Eifelvereins, überbrachte mit einem wunderschönen bunten Blumenstrauß Glückwünsche zum Jubiläum. Und dann wurde zur Überraschung des Vorsitzenden plötzlich eine große, massive Holzbank herbei gezaubert mit einer Widmung zum Dank an den Vorsitzenden für seine zehnjährige Arbeit. Die Bank aber, wohlgemerkt, soll nicht ihm gehören, sondern der Allgemeinheit dienen. Im Einvernehmen mit der Stadt sei auch schon ein geeigneter Standort dafür gefunden, versicherten die Spender. Man darf gespannt sein.

Foto: Oberhalb der Apollinariskirche im Morgennebel